Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sind gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie sind wie wir in der Lage, mit Tod, Trauer und Abschied umzugehen.

Das bedeutet für mich: Kinder und Jugendliche erfahren unmittelbar und zeitnah wenn ein ihnen nahestehender Mensch verstorben ist. Sie haben das Recht den oder die Verstorbenen zu sehen und/oder zu berühren. Sie werden in sie wichtigen Aspekten mit einbezogen. Sie können sagen, was sie sich wünschen, vorstellen und brauchen. Sie werden in diesen Punkten geachtet, gehört und respektiert. In einer Begleitung durch mich werden Kinder und Jugendliche mit einbezogen. Ich bin selbst Mutter und gestalte seit vielen Jahren Schulprojekte für Grund- und Sekundarschüler.

Hier finden Sie ein paar Wünsche die Kinder und Jugendlíche aufgeschrieben haben:

Wir möchten die Wahrheit über den Tod, die verstorbene Person und die Todesumstände erfahren. Wir möchten, dass unsere Fragen ehrlich beantwortet werden. Wir möchten, wenn wir das wollen, den Verstorbenen und den Ort, an dem sie gestorben sind, noch einmal sehen. Wenn möglich, möchten wir in die Organisation der Rituale und der Beerdigung im Zusammenhang mit dem verstorbenen Verwandten, einbezogen werden. Wir möchten nichts sagen müssen, wenn wir nicht möchten. Dazu gehört, dass wir unsere Gedanken und Gefühle für uns behalten können. Wir möchten unsere eigenen Vorstellungen und Erklärungen für den Tod haben können. Wir möchten überall dann und dort trauern, wann und wo wir möchten. Wir möchten zu unseren eigenen Gefühlen und Gedanken stehen und sie leben. Wir folgen keinen „Phasen der Trauer“ aus irgendwelchen Ratgebern. Wir möchten auf unsere eigene und individuelle Art trauern. Wir möchten auf die Person, die gestorben ist, auf uns selbst, oder auf andere, wütend sein dürfen.